· Arjun Rai Gupta · Veranstaltungen · 3 Min. Lesezeit

Erprobung an der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik Leonberg

Sieben Auszubildende testeten an der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik Leonberg die Multiplayer-Funktionen der XR2ACH-Lernumgebung – kollaborative CAD-Visualisierung und Lecksuche, lokaler Server, Login-System und erste Learning-Analytics-Funktionen.

Sieben Auszubildende testeten an der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik Leonberg die Multiplayer-Funktionen der XR2ACH-Lernumgebung – kollaborative CAD-Visualisierung und Lecksuche, lokaler Server, Login-System und erste Learning-Analytics-Funktionen.

Am 9. September 2026 war das Team des InnoVET PLUS-Projekts XR2ACH erneut zu Gast an der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik (BFS) in Leonberg. Nach den Großgruppentests im Frühjahr stand diesmal die gemeinsame Arbeit im virtuellen Raum im Mittelpunkt: Sieben Auszubildende im zweiten Lehrjahr – alle bereits mit den Blockkursen G-KK-1 bis KK-3 vertraut – testeten die Multiplayer-Funktionen der Lernumgebung, das neue Login-System und erste Learning-Analytics-Funktionen. Vor Ort waren die Hochschule Albstadt-Sigmaringen (HAS), die die Multiplayer-Umgebung entwickelt, und das Virtual Dimension Center (VDC), das die Lernanalyse und die Evaluation verantwortet.

Gemeinsam lernen: CAD-Visualisierung und Lecksuche im Team

In Gruppen von zwei bis drei Personen erkundeten die Auszubildenden die CAD-Visualisierung der Kälteanlage – mit Explosionsansicht, Schnittansicht, Transparenz und Einzelteilen – und arbeiteten anschließend gemeinsam am Lecksuche-Szenario. Neu war dabei, dass das Szenario nicht mehr allein, sondern in einem geteilten Raum durchlaufen wurde: Eine Person führt die Prüfung durch, die anderen verfolgen jeden Schritt mit und können sich direkt austauschen.

Zum Abschluss traten alle Teilnehmenden gleichzeitig demselben Raum bei, um Textchat und Netzwerk unter voller Last zu prüfen. Zusätzlich erprobte die HAS den Betrieb über einen lokalen Server vor Ort – eine wichtige Option für Schulen, deren Netzwerk keine stabile Verbindung nach außen erlaubt.

Zwei Avatare im gemeinsamen virtuellen Raum, einer hält ein elektronisches Lecksuchgerät

Anmelden, lernen, auswerten

Erstmals kam das Login-System im Klassenverbund zum Einsatz: Die Auszubildenden meldeten sich mit einem Code über den Browser der VR-Brille an und landeten direkt wieder in der Anwendung. Neu daran: Die App fragt kein Passwort ab, sondern zeigt nur einen kurzen Code an – ganz ohne mühsames Tippen auf der virtuellen Tastatur und ohne gemeinsam genutzte Sammelkonten. Weil das Verfahren auf offenen Standards (OAuth 2.0 und OpenID Connect) beruht, lässt sich jede Lernaktivität eindeutig der richtigen Person zuordnen, ohne dass ein geheimer Schlüssel in der App hinterlegt sein muss. Im Hintergrund wurden Anmeldungen, abgeschlossene Quiz und Lernstände in einem Learning Record Store auf Basis des xAPI-Standards gespeichert – die Grundlage, um Lernfortschritte künftig nachvollziehbar zu machen und bei Bedarf in Systeme wie Moodle oder ILIAS zu übertragen.

Was die Auszubildenden sagen

Im Anschluss füllten die Teilnehmenden einen strukturierten Fragebogen des VDC aus, der erstmals auch das Befinden vor dem Aufsetzen der Brille erfasst. Am besten bewertet wurde der Sprachchat: Die Verständigung im virtuellen Raum funktionierte aus Sicht aller Befragten reibungslos. Verbesserungsbedarf sehen die Auszubildenden vor allem bei der Texteingabe in VR.

Austausch mit der Bundesfachschule: die nächsten Schritte

Neben den Tests blieb Zeit für einen intensiven Austausch mit der BFS über die weitere Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt standen die kommenden Lernszenarien zu Service und Inbetriebnahme, eine Strategie für die Skalierung der Lernumgebung über einzelne Klassen hinaus sowie Workshops für Ausbilderinnen und Ausbilder, die die Anwendung künftig selbst im Unterricht einsetzen. Außerdem haben wir die Vorführungen auf der Chillventa 2026 abgestimmt: Dort ist XR2ACH als Teil des Ausstellungsstands der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik live zu erleben.

Wie es weitergeht

Die technischen Messdaten des Tages liefern klare Aufgaben für die nächste Entwicklungsstufe – insbesondere bei der Grafikleistung über längere Sitzungen, der Auswertung von Quiz-Ergebnissen und einem noch reibungsloseren Anmeldeablauf. Auch für die Vorbereitung vor Ort haben wir dazugelernt: WLAN-Zugangsdaten lassen sich künftig vorab zentral auf alle Brillen verteilen.

Ein herzliches Dankeschön an die Auszubildenden und das Team der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik Leonberg für die Gastfreundschaft und die engagierte Mitarbeit!


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